Froschperspektive ....
Der Frosch steht für die "Perspektive", aus der heraus künftig das eine oder andere "Neue" hier auf die geschätzte Leserschaft warten wird. Die Kegelrobbe lebt auf der Düne vor Helgoland und macht sich auch so ihre Gedanken.
Auf den Seiten "Zur Sache" und "Aufreger der Woche" nehme ich zu aktuellen Fragen Stellung, die mich besonders berühren.
Literaturpreis FACE-WRITE 2010

Ich war noch nie in Afrika!
Warum war ich noch nie in Afrika? Die Alpen wachsen und Afrika kommt uns immer näher. Das lernten wir schon über die Plattentektonik in der Schule. Ganz langsam schiebe sich die afrikanische unter die europäische Platte. So seien die Alpen entstanden und sie wachsen noch immer. Das könne man freilich nicht sehen, aber messen könne man es. Die Alpen haben mir aber immer irgendwie den Blick auf Afrika verstellt.
In der Schule hing der Kontinent platt auf der Weltkarte an der Wand. Der Geografieunterricht war da auch nicht viel mitreisender. Schon eher war es Albert Schweitzer und sein Krankenhaus in Lambaréné im Gabun. In diesem Zusammenhang hörte ich auch zum ersten Mal etwas von einem Friedensnobelpreis. Seitdem verband ich sein Gesicht mit dem Wort Frieden und Nächstenliebe. Er geistert mir auch heute noch im Kopf herum. Ganz anders als Tarzan und seine Jane, obwohl ich beide viel öfter im Kino um ihren Dschungel beneidete. Ich konnte mich damals nicht wirklich entscheiden, ob ich lieber Tarzan oder Schweitzer werden wollte. Beides wurde ich nicht.
Vor kurzem hörte ich, dass ein junges Paar in Marrakesch eine beduinische Hochzeit feiern möchte. Afrika hat also immer noch etwas Romantisch-magisches. Da müsste ich dann fliegen, um an der Hochzeit teilnehmen zu können. Aber kann man sich Afrika so von oben herab nähern? Natürlich, wie sonst!
Was weiß ich denn sonst noch über Afrika, außer dass dort die Fußballweltmeisterschaft stattfindet? Ich kenne da eine „Weiße Massai“ und auch eine „Kalorienkönigin“. Beide kennen dieses Afrika tausendmal besser als ich, und sie fliegen auch. Trotzdem bleibt mir so ein Gedanke, dass ich es zumindest anders anfangen sollte. Wäre es nicht richtiger durch Italien bis hinunter an den Absatz des Stiefels zu fahren, um auf dem Weg dorthin in die Gesichter der Afrikaner zu sehen, die mir dort entgegenkommen. Durch den europäischen Stiefel sollte ich fahren, der den Gestrandeten dort in den Arsch getreten wird, damit sie gefälligst auf ihrer Platte bleiben und Europa nicht in Unruhe versetzen. Ob ich mich dann noch trauen würde, mit einer Fähre überzusetzen?
Da wäre es sicher besser, wenn ich die historische Route über Holland, Belgien, Frankreich und Spanien nähme. In Gibraltar angekommen hätte ich dann die ganze europäische Kolonialgeschichte im Gepäck und auch noch gleich aus Brüssel die moderne europäische Afrikapolitik. Die Briten würden mir dann last but not least vor dem Hintergrund ihrer weltweiten Einsichten nahe bringen, dass man sich der kleinen Boote aus Afrika auch dort erwehren müsse. Mein Mut für die Fähre wäre sicher auch dahin.
Trotzdem! Noch immer habe ich solche Bilder im Kopf, dass die Serengetie nicht sterben dürfe. Mir geistert auch immer noch Hemingways „Schnee auf dem Kilimandscharo“ durch den Kopf. Die Menschen sollten nicht sterben müssen vor ihrer Zeit.
Also werde ich trotz allem zu den Wurzeln der Menschheitsgeschichte zurückkehren und endlich nach Afrika reisen?
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Wahlaufruf zum 27. Sept. 2009
Am Sonntag ist Wahl. Das ist unsere Freiheit. Wir lösen mit unserer Entscheidung nicht die Probleme dieser Welt. Doch wir überlassen sie auch nicht den Anderen. Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Wir sind nicht wirklich den Mächtigen dieser Welt ausgeliefert, denn wir sind viele. Sagen wir also unsere Meinung - jeden Tag. Entscheiden wir bei der Wahl, wer in unserem Land für uns mächtig sein soll. Und dann schauen wir jeden Tag hin, was sie mit unserer Macht anfangen. Mächtige kommen und gehen, das Volk bleibt. Auch wenn der Blick in die Welt uns hoffnungslos machen könnte, wir können das Sandkorn, der Wassertropfen, das Licht sein für eine neue Hoffnung.
Machtpolitik
Kalte Augen schauen leer,
der Mund spricht hohle Worte.
Keine Hoffnung ist da mehr,
bei Macht von solcher Sorte.
Kein flammend Herz
will Gutes stiften.
Nur Leid und Schmerz
die Welt vergiften.
Sie reden wohl vom Klimawandel,
die Welt sei noch zu retten.
Doch treiben teuflisch ihren Handel
in weltweit gemachten Betten.
Kinder müssen hungernd sterben,
Bomben fallen für Interessen.
So geht die Welt in Scherben
und hat sich längst vergessen.
Steh’ auf Mensch, der du geschunden,
sieh deinen Nächsten neben dir.
Schicksalhaft seid ihr verbunden,
ruft in die Welt: Das Volk sind wir!
Copyright Gerhard Falk, 2008
Übrigens:
Falls Ihnen am Wahlabend trotz Ihrer Beteiligung das Ergebnis nicht gefallen sollte, dann werfen Sie lieber Ihren Fernseher aus dem Fenster als Ihre Überzeugungen über Bord!
OP-14.05.09

Weiterer OP-Bericht hier klicken: OP 13. Mai 2009
In eigener Sache.....
Im Laufe des Jahres 2008 habe ich einige Kurzgeschichten und Gedichte geschrieben, die schließlich in einem Buch zusammengewachsen sind.
- Auf's Cover klicken -
ISBN-10: 3869010398
Natürlich ist es auch bei Amazon oder in jeder Buchhandlung erhältlich.
Finanz- und Bankenkrise
Anfang dieses Jahres verfasste ich zwei Gedichte, die ich jetzt den Verlierern der Finanz- und Bankenkrise widmen möchte. Nimmersatte Banken und fiebernde Börsianer sollten uns veranlassen regelmäßige die eigene Temperatur zu messen:
Nimmersatt
Es frisst und frisst in unsrer Stadt
ein immer hungrig Nimmersatt.
Er nimmt die Stadt, er will das Land,
und hat er dann die Welt besessen,
raubt ihm die Gier noch den Verstand,
am End’ hat er sich selbst gefressen.
(Copyright Gerhard Falk, 2008)
Börsenfieber
Ein Virus hat die Welt befallen,
es nennt sich Börsenfieber.
Als Moloch wächst es in uns allen
und lähmt der Menschen Glieder.
Was Hände Arbeit einst erschuf
folgt heute einem neuen Ruf.
Das Kapital gibt die Belehrung
für profitable Geldvermehrung.
Im Globalisierungsjammertal,
lebt Mensch nur noch als Zahl.
Ist Platzhalter in Quartalsberichten,
die seinen Arbeitsplatz vernichten.
Wie soll das Werk den Meister loben,
ist’s vorher schon weltweit verschoben?
Da bleibt ihm nur der bare Lohn,
so wird aus Arbeit schließlich Fron.
Komm, mach mit bei diesem Spiel,
es wird dir Freude bringen.
Kauf unsre Aktien, möglichst viel,
lass uns gemeinsam singen.
Des Kapitals Gefräßigkeit
vernichtet jede Mäßigkeit.
Die Gier als Virus hat mutiert
vielleicht auch dich schon infiziert?
(Copyright Gerhard Falk, 2008)
Olympia-Boykott
Brandanschlag in Dautphetal
Hier können Sie lesen und sich äußern. Eine Mehrheit sollte nicht schweigen!
Speakers' Corner Dautphetal
Forum in neuem Design. Schaut mal rein! Ein Marktplatz zum diskutieren. What's it?
Wissen ist Macht, und der Staat weiß alles!
Ab 1.7.2007 wird auch die Steuer "sicherer". Durch die Hintertüre gibt es jetzt den Schlüssel, der künftig den gläsernen Bürger schafft. Dagegen werden die biometrischen Daten im Pass Peanuts sein:
"AO § 139a Identifikationsmerkmal
(1) Das Bundesamt für Finanzen teilt jedem Steuerpflichtigen zum Zwecke der eindeutigen Identifizierung in Besteuerungsverfahren ein einheitliches und dauerhaftes Merkmal (Identifikationsmerkmal) zu, das bei Anträgen, Erklärungen oder Mitteilungen gegenüber Finanzbehörden anzugeben ist. Es besteht aus einer Ziffernfolge, die nicht aus anderen Daten über den Steuerpflichtigen gebildet oder abgeleitet werden darf; die letzte Stelle ist eine Prüfziffer. Natürliche Personen erhalten eine Identifikationsnummer, wirtschaftlich Tätige eine Wirtschafts-Identifikationsnummer. Der Steuerpflichtige ist über die Zuteilung eines Identifikationsmerkmals unverzüglich zu unterrichten."
Erst bei der Steuer, dann in allen anderen Lebensbereichen werden mit dieser ID alle Daten zur Person zusammengetragen werden können. Dagegen stehen die zahnlosen Datenschützer mit dem Hinweis, dass man halt aufpassen solle, falls sich irgendwo "Ungereimtheiten" zeigen.
Es wurden auch schon Computer ausgeforscht ohne Rechtsgrundlage. Die will Schäuble jetzt in aller Eile haben, egal was das BVerfG noch dazu sagen wird.
Freuen wir uns auf die neue ID, die uns wie ein Autokennzeichen durchs Leben begleiten wird und dafür sorgt, dass wir uns in dieser digitalen Welt so richtig sicher fühlen können.
Wissen ist Macht! Und die wissen wir ja aus Erfahrung beim Staat in guten Händen!
Oder wäre es vielleicht doch besser ein bisschen mehr aufzupassen und den Anfängen zu wehren? Aber es hat ja schon längst angefangen!
Entwicklungshilfe dynamisieren
Der soziale Ausgleich zwischen den Industrieländern und den Entwicklungsländern könnte doch durchaus dynamisiert werden und würde endlich die Entwicklungspartnerschaftsministerien mit eigenen Mitteln ausstatten.
Mein Vorschlag:
Die Einkommenssteuer senken und im gleichen Verhältnis eine Entwicklungshilfesteuer einführen, die Projekten zur Selbsthilfe in den Entwicklungsländern zur Verfügung gestellt wird.
Begründung:
Die Menschen wollen gerne geben, wenn sie wissen wofür. Man kann es nachlesen:
Washington (ddp). Steuern zu zahlen kann ein Gefühl der Befriedigung auslösen - vorausgesetzt, das Geld wird für wohltätige Zwecke verwendet. Noch zufriedener machen allerdings freiwillige Spenden, haben amerikanische Psychologen entdeckt. In beiden Fällen aktiviert der Verzicht auf das Geld genau die Teile des Belohnungszentrums, die auch für das gute Gefühl nach einem Zuwachs des eigenen Vermögens zuständig sind. Das zeigt nach Ansicht der Wissenschaftler, dass es tatsächlich so etwas wie echten Altruismus gibt, also einen Mechanismus, der Menschen dazu bringt, auf eigene Vorteile zu verzichten, ohne dafür eine konkrete Belohnung zu erwarten. Über ihre Studie berichten William Harbaugh von der Universität von Oregon in Eugene und seine Kollegen in der Fachzeitschrift «Science» (Bd. 316, S. 1622).


