Aufreger der Woche ......
Sie haben die Messer zum finalen Stich gewetzt
Sie haben ihre Messer über Weihnachten gewetzt und wollen nun den finalen Stich!
Bei der ersten Meldung über Herrn Wulffs Kreditgeschäfte und seine grenzwertige Auskunft im Niedersächsischen Landtag dachte ich auch zunächst, dass nun das Ende der Amtszeit eingeläutet sei. Ich dachte an das System Merkel und ihre Art, sich ihr Personal auszusuchen. Dabei kam mir in Erinnerung wie sehr die Parteien ihre Interessen im Auge hatten, als es darum ging, die Bundesversammlung auf den jeweiligen Kandidaten einzuschwören.
Auch von den Medien war damals nichts Staatstragendes zur Personalfrage zu hören. Im Gegenteil, sie beteiligten sich an parteilichen Mehrheitsspielchen. Das ist ihre Welt. Die Welt der Seilschaften zwischen Spitzenpolitikern, Chefredakteuren und Verlegern. So schuf man dann auch einen zu Guttenberg. Obwohl er inzwischen auch via Strafbefehl und Universitätsurteil sein rechtswidriges Verhalten schriftlich erhalten hat, fragen sie ständig nach seiner Wiederkehr. Nicht mehr alle und nicht mehr so deutlich, aber doch in vorderster Front.
Ganz anders beim Bundespräsidenten. Da geht es um Fragen des politischen Stils und seiner öffentlichen Kommunikation, was die Journalisten nicht daran hindert, Vokabeln des Strafrechts zu verwenden. Von Begnadigung wird so selbstverständlich gesprochen wie von Bewährungszeit, so als sei eine Straftat abgeurteilt. Das ist kein Zufall. Zum Handwerkszeug der Journalisten gehört die Verwendung von Sprache und sie wissen genau um die Wirkungen, die von einzelnen Begriffen ausgehen. Sie wissen, welche Stimmungen beim Publikum dadurch entstehen. Und dann verwenden sie auch die „kompetenten“ Stimmungen dieses Publikums in ihrer Beweisführung. Sie verlangen dann auch gebetsmühlenartig nach Aufklärung, obwohl alle Fragen, die sie stellten, beantwortet wurden. Doch hinter allem steht die versteckte Aufforderung an den Bundespräsidenten, dass er zurücktreten solle. Das ist die eigentliche Frage und sie erwarten eine ganz bestimmte Antwort. Ist das ihre Aufgabe? Ist das die Freiheit der Presse, die unser Grundgesetz meinte? Nein! Sie sollen informieren, kommentieren und nichts mehr! Sie sollen sich nicht als politische Kraft verstehen, die ein eigenes Programm zu verfolgen hat.
Dieses „Programm“ aber ist nicht von hehren und moralischen Zielen bestimmt, sondern von einem Markt, auf dem man möglichst viel Umsatz erzielen möchte. Und damit das auch gelingt, wird dieser Markt gepflegt und vorbereitet. Da werden die Menschen angefüttert, damit sie anschließend die Haken schlucken, die ihnen serviert werden. Und da ist dann auch wieder diese Anglergemeinschaft zwischen Medien und ihren Parteien, die sich gegenseitig interessenorientiert benutzen. Sie reden vom hohen Rang eines Amtes, das man nicht beschädigen dürfe und sind doch dabei gerade dies zu tun. Der Bundespräsident kommt da gerade richtig. Alles was das Volk an Aufrichtigkeit und Ehre in der Tagespolitik vermisst, das projizieren sie in den Bundespräsidenten. Er soll alle diejenigen Tugenden verkörpern, zu denen sie selbst nicht fähig sind. Er soll gar das Königshaus ersetzen, um das man die anderen gelegentlich bei deren Fernsehauftritten beneidet. Dort aber wird bei keinem „Skandal“ zurückgetreten.
Aber zurück zu Medien, die gerne ihre eigenen Themen und Dauerbrenner entwerfen und heiß halten. Ein Rücktritt wäre doch ein willkommener Anfang für eine neue Personaldiskussion, mit dem man vielleicht auch die drohende Sommerpause wieder überbrücken kann, bis dann der Bundestagswahlkampf genügend Stoff liefert. Man könnte auch Munition für einen Rücktritt der Regierung laden, was noch spannender wäre. Das Thema Wulff könnte sich schnell erschöpfen und dann käme die Durststrecke.
Wie viel mehr gäbe es bei der BILD-Zeitung an strafrechtlich und moralisch Fragwürdigem zu recherchieren. Doch da erweisen sich die Journalisten als wenig freiheitliche Presse. Da trauen sie sich nicht so munter immer wieder nach vermeintlicher Aufklärung der Hintergründe zu fragen. Sie sind gerne stark, wenn sie den Gegner schwach wähnen. Nur um das am Ende auch noch zu erwähnen, bevor mir übel wird.
(05.01.12)
Die "Döner-Morde" und jetzt?
Die deutschen Politiker und viele Entrüstete reden von "schrecklichen" Geschehnissen, so als hätten sie sich erst gestern ereignet. Nein! Ihre Geschichte ist eine jahrelange. Alle Morde gingen durch die Presse. Man hatte ausreichend Gelegenheit sich zu entrüsten. Doch sie wurden als "Döner-Morde" in die Ecke verdrängt. Jetzt, wo man die Verbindung zur eigenen Politik und Verantwortung offenbart erhält, jetzt sind sie entrüstet. Ich habe da so meine Zweifel. Sie verhalten sich eher wie Ertappte, die da jetzt das große Wort schwingen. Viele, die ohne Rednerpult, mögen wirklich betroffen sein, aber dann eher, warum sie keine Fragen stellten, wo sie hätten fragen sollen. Ich warte ab, was ein Jahr später geschehen sein wird, wenn die Reden abgeheftet sind.
(22.11.11)
Was mich nicht nur heute auf die Palme bringt....
Sie reden von Generationengerechtigkeit und sind dabei, die Lebensgrundlage der ganzen Menschheit aufs Spiel zu setzen. Man könne den künftigen Generationen keine unverantwortlich hohen Schulden überlassen. Richtig! Doch wem wird denn etwas geschuldet? Die Gläubiger sind jene, die dabei sind, den Planeten zu zerstören, damit sie ihre Gier nach Geld und Macht heute befriedigen können. Sie dringen in die Tiefsee vor, verteilen Ausbeutungsrechte für Rohstoffe und öffnen doch ein neues Tor in einen „Wilden Westen“. Unsere Bundesregierung beteiligt sich daran verstärkt im Pazifik mit der Vorbereitung des industriellen Abbaus von zunächst nur Manganknollen. Dabei wird in ein Ökosystem eingedrungen, das kaum erforscht ist. Man weiß noch nicht, welche Bedeutung es für das biologische Gleichgewicht in den bereits als Müllkippe missbrauchten Meeren hat. Folgenabschätzung? Hier ist das ein Fremdwort.
Kaum hat man hierzulande erkannt, dass die Atomkraftnutzung mehr lebensbedrohliche Risiken als Nutzen verursacht, da beginnt man im großen Stil ein weiteres Risikofeld zu eröffnen. Diesmal aber ist es für die Weltöffentlichkeit weniger zugänglich und sichtbar. Quasi im Geheimen befriedigt die Politik den industriellen Hunger nach Rohstoffen. Sie ist bereit zu riskieren, dass den folgenden Generationen der Lebensnerv durchtrennt wird. Wie damals bei der Einführung der sog. „friedlichen“ Atomkraftnutzung wird geschwiegen und im Zweifel abgewiegelt. Mahnende Stimmen aus der Wissenschaft erreichen nur wenige oder bleiben gänzlich ungehört.
Es machen schließlich alle mit. Warum sollte da Deutschland als Industrienation außen vor bleiben und den Moralapostel spielen? Weil wir eben heute und vielleicht noch morgen den wirtschaftlichen Vorteil höher schätzen als die Verantwortung für künftige Generationen. So klingen doch die Ermahnungen wegen unverantwortlicher Schulden eher hohl und unglaubwürdig. Sie scheinen eher ein Versprechen an die Gläubiger zu sein, dass man sich um die künftige Zahlungsfähigkeit der Schuldner kümmere.
Die drohende Klimakatastrophe hat man noch nicht wirklich weltweit überzeugend im Griff, da bereitet man die nächste und vielleicht finale Katastrophe vor. Deutschland hatte doch die Kraft beim Ausstieg aus der atomaren Bedrohung voranzugehen, warum sollte das bei der Bedrohung der Meere nicht gelingen? Statt Ausbeutungsszenarien zu unterstützen, wäre eine deutliche Verstärkung der Tiefseeforschung ein Verantwortungssignal für die künftigen Generationen.
(29.09.2011)
"In die Ecke Besen, sei's gewesen"
Die FDP hat den Besen mit herbeigerufen, der sie nun aus den Foren fegt. Sie haben die Flasche entfernt, in der ein Geist gezügelt war. Sie wollten ihn entfesselt um die Welt wehen lassen und nannten das einen Fortschritt. Jetzt ist er zum Tornado mutiert, der ganze Staaten in den Orkus fegen möchte und sich weiter daraus nährt. Und noch immer glauben sie sich mit ihm verbündet?
Im Zentrum des Tornados hockt die ungezügelte Global-Finanz und freut sich an der wachsenden Geschwindigkeit, in der sich die Zyklone drehen, die an den Rändern die menschliche Kultur zerfetzen werden.
Nicht der kleine Zauberlehrling ist jetzt das Problem. Nein, der Besen ist es, den sie fangen müssen! Doch da ist kein alter Meister, auf den man hoffen kann. Wir alle müssen uns empören, den üblen Geist in seine Flasche zwingen und den Besen in die Ecke bringen!
(14.09.2011)
Frühstücksfernsehen verdirbt den Tag
Der Tag könnte mir verdorben sein. Es ist ein Fehler, sich das Frühstücksfernsehen anzutun. Ich hätte es beim Alpenpanorama sein lassen sollen. Warum? Ich kann das aufgesetzte Dauergrinsen und die professionell gereinigten Gebisse im Hochglanz nicht mehr ertragen, schon gar nicht am frühen Morgen. Guten Morgen!
(03.09.2011)
Aus gegebenem Anlass
Die Menschen sind in ihrem Denken und besonders in ihren Gefühlen noch allzusehr vom Nationalen geprägt, obwohl die Welt schon länger "grenzenlos" geworden ist. Der Globalisierungsbegriff ist negativ besetzt. Die Informationen aber sind täglich global und auch die Probleme sind in ihrer Bedeutung echte Menschheitsprobleme. Sie werden sich nur lösen lassen, wenn das "Nationalbewusstsein" nicht mehr die Einzelinteressen abgrenzt und das Trennende betont.
Der kurzfristigen Vorteile wegen opfern wir immer noch eigentlich bessere Einsichten. Wenn ich es boshaft ausdrücke, dann könnte man hören: "Warum sind die Anderen nicht wie wir? So sind sie an ihrem Elend selbst schuld! Mein Freund ist nur, wer ist wie ich!" So bauen wir Mauern um unser Europa und wollen gar zurück ins eigene Ländle, wenn es in unserem Europa mal kriselt. Und es kriselt meist, weil wir noch nicht wirkliche Europäer sind. Da sieht es mit dem Bewusstsein eines Weltbürgers schlecht aus.Unsere technische Entwicklung ist der sozialen so weit vorausgeeilt, dass wir nun mit zunehmender Geschwindigkeit über sie stolpern und vielleicht sogar auf dem Bauch landen werden.
Vielleicht sollten wir damit aufhören, beim Sport und anderen Anlässen die alten Nationalhymnen zu spielen und Ehrenkompanien abzuschreiten. Lasst uns stattdessen ein Welt-Friedens-Lied finden und es in den jeweiligen Sprachen zur Ehre der Wettkämpfer singen! Es wäre ein Anfang, wenn auch nur ein symbolischer. Aber zeichnet nicht gerade dies den Menschen aus, dass er jeden Tag einen neuen Anfang versuchen kann?
(20.08.2011)
30.000 Infektionstote sind zuviel
Natürlich brauchen wir strengere, durchsetzbare Hygienevorschriften für die Krankenhäuser. Mehr als 30.000 Infektionstote im Jahr und Hunderttausende, die sich auf einem Leidensweg befinden, weil sie mit resistenten Bakterienstämmen im Krankenhaus infiziert wurden, sprechen doch eine deutliche Sprache.
Es ist sicher auch menschliches Versagen des Klinikpersonals, wenn Hygiene in Krankenhäusern vernachlässigt wird und die Patienten es auszubaden haben. Ich befürchte aber, dass es zu einem ganz erheblichen Anteil auch der Kostendruck ist, der beim Personal dann zum Zeitdruck wird. Wo gibt es schließlich einen unabhängigen Hygienebeauftragten, der als Fachperson über die Organisation und Kontrolle der Hygiene im Krankenhaus wacht?
Es bedarf ganz sicher zwingender strafbewehrter gesetzlicher Vorschriften. Ich würde aber auch fordern, dass es für alle Infektionsfälle eine Umkehr der Beweislast für die Haftung geben sollte. Der Klinikträger hätte dann nachzuweisen, dass die Infektion trotz Einhaltung aller Hygienevorschriften eingetreten ist und damit unvermeidbar war. Man muss sie dort fassen, wo es ihnen weh tut, am Geldbeutel!
Schließlich müssten sie auch nachweisen, dass die Personalausstattung zu jeder Zeit so ausreichend war, dass die Beschäftigen ausreichend Zeit hatten, alle Vorschriften in der täglichen Praxis einzuhalten. Ein weiteres Feld ist der Einsatz von externen Reinigungsfirmen. Das ist nicht mehr wirklich wirksam kontrollierbar. Krankenhäuser sollten über eigenes Reinigungspersonal verfügen, das dann auch die notwendige Schulung erhält und wirksamer kontrolliert werden kann.
Das rechnet sich nicht? Aber natürlich rechnet es sich! Weniger teure Folgebehandlungen bei Infizierten, weniger Todesfälle. Ist das kein Argument?
Ich habe einen Freund , der sich mit resistenten Bakterienstämmen in einer Klinik infiziert hat. Ich kenne auch seinen Leidensweg. Der Prozess läuft noch und seine Chancen zu gewinnen sind eher gering, weil nach Jahren eine Beweisführung wirklich schwer ist.
(10.05.2011)
Aufregen hilft nicht
Heute am 28. Januar 2011 im Bundestag - ein Tag wie alle Tage!
Der Verteidigungsminister feixt auf der Regierungsbank herum, die Kanzlerin ist noch auf dem Weg ins Plenum, Herr Trittin hat eine Zeitung vor sich ausgebreitet, in den Bänken wird sich munter unterhalten, der Außenminister dreht den Kabinettskollegen den Rücken zu und schaut wie abwesend traurig drein. Am Rednerpult ist Gysi dagegen und auf der Tribüne sitzt eine Delegation aus Afghanistan und lernt deutschen Parlamentarismus.
Man spricht gerne vom "Hohen Haus"!
(28.01.2011)
Hessische Landesregierung auf Abwegen oder doch das altbekannte Muster?
"Innenminister Rhein (Hessen) fordert von Muslimen eindeutige und klare Bekenntnisse für friedliches Zusammenleben!" (Quelle: Newsletter des HMdI vom 4.1.11, 15.26 Uhr).
Ich fordere von der hessischen Landesregierung ein klares Bekenntnis zur Rechtsstaatlichkeit und zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Außerdem fordere ich vom hessischen Ministerpräsidenten eine Erklärung, dass man auf Diskriminierung als politisches Mittel ausdrücklich verzichtet.
Darüber hinaus halte ich eine Entschuldigung bei allen Muslimen erforderlich, die mit dieser Presseerklärung unter Generalverdacht genommen wurden.
Darüber hinaus lege ich Wert auf die Feststellung, dass diese Regierung für mich als deutscher Staatsangehöriger nicht berechtigt ist, Erklärungen abzugeben. Ich distanziere mich ausdrücklich von solchen Praktiken!
(04.01.2011)
Mein Land lässt mich nicht schlafen
Jede Woche werde ich mit Stuttgart21 und Ähnlichem konfrontiert und es regt mich immer wieder aufs Neue auf. Ich habe das jetzt so ausgedrückt:
Mein Land lässt mich nicht schlafen
Es hat sich in mein Land gefressen,
das faulig Gefühl von Hilflosigkeit.
Wir hatten die Zukunft schon besessen,
jetzt geht’s voran in die Vergangenheit.
Was ist aus meinem Land geworden,
das so viel Hoffnung in sich trug?
Der Staat schützt nachts das Bäumemorden
und übt am Tage den Betrug.
Schämt ihr euch nicht, ihr Volksvertreter,
was ihr da heut’ geschehen lasst?
Mit Wissen werdet ihr zum Täter,
dass euch das Volk bald nur noch hasst.
Doch fühlt euch nicht zu sicher in den Sesseln,
der Krug nicht erst am Brunnen bricht.
Der Mensch erträgt auch keine neuen Fesseln,
schon morgen steht ihr vor Gericht.
Gerechtigkeit für schlimme Taten,
gefordert vergeblich vor Gericht.
Nichts geändert und wir raten,
warum es in die Leere spricht.
Die Hoffnung liegt in neuen Wahlen,
und dass dann alles besser wird.
Kein neuer Wein fließt in die Schalen,
gewechselt wird meist nur der Wirt.
Mein Land lässt mich nicht schlafen,
ich sorge mich um seinen Weg.
Wir waren das Volk als wir uns trafen,
damit die Freiheit nicht untergeht.
Doch morgen ist ein neuer Tag,
wir können ihn gewinnen.
Wir sind das Volk an jedem Tag,
wenn wir uns nur besinnen.
Copyright Gerhard Falk
David gegen Goliath - Wir sind und bleiben das Volk
Von welcher Brücke, welchem Turm wollen sich Frau Merkel, ihr Kabinett und ihre Abgeordneten stürzen, wenn es zu einem GAU in einem verlängerten Atomkraftwerk kommt? Von keinem! Sie werden das Land verlassen haben. So wie sie im kalten Krieg für sich die Atombunker bauten und hätten die Menschen oben jämmerlich verschmoren lassen. Das nennen sie ihre Verantwortung vor Gott und den Menschen! Diese Menschen aber haben gegen die Mächtigen dieser Welt den kalten Krieg beendet und das werden sie mit den ATOM-Riesen auch so machen!
Denn wir sind das Volk und das wird auch so bleiben!
(28.10.2010)
Polizeieinsatz bei Stuttgart 21
Angekündigte Proteste rechtfertigen nicht ein Übermaß beim Polizeieinsatz. Wenn die Verletzung der Verhältnismäßigkeit kein juristisches Nachspiel für die Verantwortlichen hat, dann hätte ich große Bedenken hinsichtlich unserer Rechtsstaatlichkeit.
Es gilt jetzt nicht den einzelnen Polizisten zu verfolgen, sondern die Befehlsgeber.
Es gilt zu überprüfen, welche Einsatzvorgaben herausgegeben wurden.
Es gilt hierfür einen Untersuchungsausschuss sofort zu fordern.
Es gilt, für die Opfer die bundesdeutsche Solidarität zu zeigen.
Es gilt, die Kanzlerin zu fragen, ob sie das für den neuen Weg der Republik hält.
So lädt man als Staat die Rechtsradikalen ein! Das Demonstrationsrecht als Ausdruck der freien Meinungsäußerung ist ein Grundrecht. Dem muss man auch nach abgeschlossenen Verfahren Raum geben. Hier ein Exempel statuieren zu wollen ist zutiefst bürgerverachtend. Man kann sich auch Zeit lassen und dem Protest sein Ventil. Der Regierung in BW sollten die Bürger bei den nächsten Wahlen zeigen, was sie von so viel Demokratieverständnis halten. Man wollte doch miteinander reden und sich verständlich machen.
Ist das die neue Sprache der Politik?
Hat man vergessen wie das Übermaß sein Eigenleben entwickeln kann?
Hat man Benno Ohnesorg vergessen?
Wollen wir, dass sich das wiederholt?
Frau Merkel! Das ist die Stunde für Antworten, nicht für's Abwarten!!!
(30.09.2010)
Hartz IV noch immer?
Peter Hartz wurde 2007 wegen Untreue in 44 Fällen verurteilt und kam mit 576.000 € Geldstrafe davon. Noch heute werden Menschen bedenkenlos als Hartz IV-Empfänger bezeichnet. Das Bundesverdienstkreuz hatte er freiwillig zurückgegeben. Man sollte ihm auch den Namen zurückgeben und nicht weiter Menschen damit diskriminieren, die keine Schmiergelder zahlen, um sich damit unrechtmäßig Vorteile zu verschaffen.
(26.09.2010)
Sarrazin und die ewig Gestrigen
Heute habe ich mich aufgeregt über das dumme Geschwätz des "Herrn" Sarrazin. Die Medien machen trotz aller Kritik heftigst Werbung für dieses Machwerk, das er "Buch" nennt. Seine Thesen erinnern mich sehr an eine dunkle deutsche Vergangenheit. In allen Gesellschaften steckt wohl eine latente Ausländerfeindlichkeit, die nichts anderes ist als der Bedarf an Sündenböcken für eigenes Versagen.
(30.08.2010)
Aufklärung - "brutalstmögliche"!
Können Sie sich erinnern? Da gab es einmal einen Spendenskandal der CDU. Nein, nicht den mit Bundeskanzler Kohl, der immer noch schweigt. Den in Hessen meine ich. Da wurden Gelder in die Schweiz verschoben, die angeblich aus einem jüdischen Vermächtnis stammen sollten. Ministerpräsident Koch war damals der brutalstmögliche Aufklärer. Auch der jetzt zurückgetretene Verteidigungsminister Jung hat damals kräftig Nebelbomben geworfen – wegen der Aufklärung und so. Und weil er als Verteidigungsminister jetzt auch nicht so wirklich aufgeklärt hat, ist er dann zurückgetreten. Ihm folgte auch so ein „Aufklärer“. Der neue Verteidigungsminister zu Guttenberg versprach kürzlich nicht nur Aufklärung sondern auch Neubewertung. Jetzt hat er auch so seine liebe Not, weil er schon damals Dinge wusste, die er noch aufklären wollte, und jetzt wird er womöglich neu bewertet.
Wir leben halt im Zeitalter der Aufklärer. Wer hätte das gedacht!
(10.12.2009)
H1N1-Virus
Jetzt umwabern uns die diversen Aufforderungen, der drohenden Schweinegrippe mit einer Impfung zu begegnen. Im Angebot sind solche mit "Geschmacksverstärkern" bzw. "Wirkverstärkern" und solche ohne "Verlängerer".
Die erste Welle war die Bedarfserweckung durch die Pharmaindustrie und ihre Berliner Gehilfen. Jetzt wird der Vertrieb durch die regierenden Erstgeimpften organisiert.
Was ich vermisse ist die Aufforderung, in den nächsten Wochen möglichst Menschenansammlungen in Kaufhäusern, Flughäfen und anderen Virusdrehkreuzen zu meiden. Oder auch einen Mundschutz zu tragen. Dies wäre nicht konsumfreundlich, aber dennoch wirksam. (Damit kein falscher Verdacht aufkommt: Ich produziere keinen Mundschutz, kenne auch keine Produzenten und nehme keine Provisionen.)
Meine Frau und ich zählen zwar mehr oder weniger auch zu den "Risikogruppen", wie immer man diese auch definieren mag, dennoch werden wir uns nicht impfen lassen. Dafür werden wir die "Drehkreuze" meiden. Falls ich dennoch ins "gefährdete" Gebiet müsste, werde ich einen Mundschutz tragen und mich dahinter köstlich amüsieren. Im Uni-Klinikum fordert man durch Aushänge auf, solchen Mundschutz zu tragen, wenn man Grippesymptome mit sich führt.
So wird man einen Bogen um mich und meinen Mundschutz schlagen, und ich entgehe so ganz einfach den Mitbringseln meiner Artgenossen. Nur wenn ich in die Sparkasse gehe, werde ich wohl auf die Mundschutz-Vermummung verzichten müssen. Ich will ja niemanden ängstigen, wenn ich in die Tasche greife, um eine eCard zu ziehen.
(19.11.09)
US-Republikaner verspotten Obama
Was ist das nur für eine Unkultur und bodenlose Dummheit, die bei den Republikanern in den USA zutage tritt? Nun könnte man meinen, dass sie die Begründung des Komitees nicht zur Kenntnis nehmen wollen und auch den Geist des Friedensnobelpreises nicht begriffen haben. Beides anzunehmen, wäre aber sicher auch naiv. Vielmehr wird hier wohl vorgeführt, dass der Machtkampf ein absolut unterstes Niveau erreicht hat. Acht Jahre Bush-junior haben ihre peinlichen Spuren hinterlassen.
Wer sich mit Obama noch unsicher war, sollte spätestens jetzt erkennen, dass es nicht so sehr um seine Person geht, als um eine grundsätzliche Umkehr auf einem viel zu lange beschrittenem falschen Weg. Und das gilt nicht nur für die USA. Diese notwendige Zeitenwende war es sicher auch, die das Nobelpreiskomitee im Auge hatte, als es Präsident Obama quasi stellvertretend für einen weltweiten Richtungswechsel den Friedensnobelpreis verlieh.
Wir alle sind aufgerufen, an einer solchen Umkehr mitzuwirken – jeder an seinem Platz. Schauen wir auf die Werte in den Verfassungen der freien Welt – nicht auf diejenigen der Börsen.
(11.10.2009)
Kanzlerduell und Straßengewalt
Zur besten Sendezeit werden „Duelle“ angeboten und anschließend beklagt, dass es so friedlich gewesen sei. Eine Wortwahl, die scheinbar selbstverständlich ist und doch dafür steht, dass anschließend jemand schwer verletzt oder tot zurückbleibt. So war das bei Duellen, wo es allerdings meist noch um die Ehre ging. Ein mitunter zweifelhaft gewordener Begriff.
Fast gleichzeitig aber, da findet auf unseren Straßen die wahre Gewalt statt. Da wird jemand zu Tode geprügelt, nur weil er in einem Gewaltübergriff gegen rohe Gewalt auf der Straße einschreiten wollte. Weil er zur Ehre der Gesellschaft Flagge zeigen wollte – gegen Gewalt. Solidarisch dem Opfer zur Seite stand. Hingesehen und nicht übersehen hat.
Sowohl die versammelten Medienleute als auch die zur Führerschaft unserer Gesellschaft angetretenen Kandidaten oder auch sog. Duellanten haben aber übersehen, dass man nicht öffentlich bedauern und zur Zivilcourage auffordern darf, wenn man selbst letztlich nur die eigenen Interessen im Auge hat.
So etwas kann ins Auge gehen. Mir ging es unter die Haut.
(15.09.2009)
Winterdienst
Heute morgen hatte ich den Auftrag, nach den Brötchen auch noch in der Metzgerei einzukaufen. Obwohl es um 1/4 vor 8 noch eine Viertelstunde vor der Öffnungszeit war, wurde mir gerne aufgeschlossen. Die junge Metzgersfrau fragte mich angesichts der Wetterveränderung draußen - wärmer und einsetzender Schneefall - , ob ich denn gestern abend die Sendung gesehen hätte, in der über die Winterdienstpflichten der Hauseigentümer und ihrer Mieter berichtet wurde. Als ich verneinte, erzählte sie mir die diversen Einzelheiten und endete damit, dass auch bei zuviel Streusalz mit einer Klage wegen Umweltverschmutzung zu rechnen sei. Ich meinte dann, dass ich aus der Erfahrung eines langen Beamtenlebens nur sagen könne, dass es manchmal hilfreich sei, wenn man nicht alle Vorschriften kenne und die anderen nicht alle beachten würde. Man könne sich so einen Rest "gesunden" Menschenverstandes bewahren und das tun, was der eigenen Verantwortung entspräche. Ja aber, so fuhr sie fort, gäbe es doch viele Menschen, die sich, ausgestattet mit diesem Expertenwissen, ganz fürchterlich aufregten, wenn sie auch einmal vorsichtig gehen müssten, weil sie nicht total von Eis und Schnee befreite Bürgersteige vorfänden.
Ich habe ihr dann empfohlen, solche Zeitgenossen (sie müssen nicht unbedingt SPD-Mitglied sein, was ja auch kein wirklicher "Genuss" mehr ist) mit der "Technischen Kommunikationsvorschrift DIN 11001100 zu konfrontieren, die mittlerweile auch als EU-Richtlinie existiere. Auf interessierte Nachfrage erläuterte ich sie ihr aus dem Gedächtnis als die sogenannte
3-Phasen-Methode:
1. Fordern sie ihr erregtes Gegenüber auf, den Mund zu schließen und zur Bewahrung der körperlichen Unversehrtheit zur Nasenatmung überzugehen.
2. Erläutern sie sodann, dass die richtige Nasenatmung darin bestehe, durch das linke Nasenloch (vom Operanten aus gesehen) einzuatmen und durch das rechte Nasenloch auszuatmen.
3. Nutzen sie die mit Sicherheit notwendige Übungsphase des Operanten, sich vorsichtig zu entfernen.
Es gibt natürlich auch Zeitgenossen und -innen, denen ist in den letzten Tagen mehrfach das Gehirn, oder was sie dafür halten, eingefroren. Da will ich mich nicht ausschließen. Gemeinsam haben wir aber die Hoffnung auf den Frühling. Doch da sollten dann die "Nasenatmer" ein feuchtes Tuch mit sich führen, was die Pollen gut filtert; doch das wäre jetzt wieder das Thema der DIN 11001100-1H (Technische Kommunikationsvorschrift für Nasenatmung bei akuten allergischen Dispositionen).
(14.01.09)
Von ewig Gestrigen ...
Zitat:
11. September 2008 Hans-Adam II. von Liechtenstein gab sich kämpferisch: „Was die deutsch-liechtensteinischen Beziehungen betrifft, warten wir hier auf bessere Zeiten, wobei ich zuversichtlich bin, denn in den vergangenen zweihundert Jahren haben wir immerhin schon drei Deutsche Reiche überlebt, und ich hoffe, wir werden auch noch ein viertes überleben.“
So war es in der FAZ zu lesen.
Es ging zwar vordergründig nur um eine Kunstausstellung und hintergründig um Beihilfe zur Steuerhinterziehung, doch verrät eine solche Ausdrucksweise schon, welche Weltsicht dahinter steckt. Wenn es um Geld geht, dann offenbart sich schnell eine grundlegende Geisteshaltung. Mitten im friedfertigen Europa wird so etwas von einem Regierenden geäußert. Das ist nicht nur dumm, sondern im höchsten Maße unanständig. Hoffentlich findet Europa zu solchen Einstellungen eine Antwort, die erkennen lässt, dass solche Zeiten endgültig vorbei sind. Sie sollten sich tatsächlich "überlebt" haben.
Idealismus war gestern?
Die große Koalition in Berlin hat es offenbart: Idealismus war gestern. Aber was ist heute? Es scheint so, dass die den Kapitalismus treibende Kraft der menschlichen Unersättlichkeit nunmehr endgültig die Bühne übernommen hat. Das Streben nach sozialer Gerechtigkeit ist längst schon in den Nebelkerzen der Begriffsverwirrungen verloren gegangen.
Da wird zum Beispiel von „neuer“ sozialer Marktwirtschaft geredet, wenn man in trauter Gemeinsamkeit von CDU-, SPD- und GRÜNEN-Protagonisten und Wirtschaftsmächtigen munter modernen Ausbeutungsmechanismen den Weg bereitet. Da wechseln SPD-Spitzenpolitiker und Bundeskanzler in die Vorstandsetagen der Konzerne, Bundestagsabgeordnete treten ungeniert als Lobbyisten von Unternehmerverbänden auf, Konzernpersonal arbeitet in der Ministerialbürokratie an Gesetzentwürfen der Regierung, und jetzt leistet die SPD-Führungsriege auch noch Wahlkampfhilfe für eine CDU-Bundeskanzlerin. Bevor sich die SPD ihres gesellschaftspolitischen Ideals erinnert, wird schnell die Notbremse gezogen. Quasi wie aus dem Hut gezogen stehen „neue“ Schauspieler in der Szene, die etwas Unwirkliches hat. Doch es ist Realität.
Wer nun glaubt, dass diese unverhoffte Wahlhilfe für die LINKE dort einen Hort der Kämpfer für soziale Gerechtigkeit entstehen lässt, der irrt sich gewaltig. Dort sitzen auch nur verantwortungslose Egoisten, die für das eigene Machtstreben die Gutmeinenden gnadenlos missbrauchen. Vom Anfangserfolg berauscht wird ein Personal nach oben gespült, das überall seht nur nicht in der Tradition einer wirklich sozialen Marktwirtschaft. Wie die Rattenfänger sammeln sie ein, was sich enttäuscht von den in Regierungsverantwortung befindlichen Parteien abwendet.
Es gibt sie aber noch, die aufrecht denkenden Parteimitglieder in allen Parteien, die im Fußvolk marschieren und nicht mehr wissen, welche Richtung ihre „Oberen“ da gerade verfolgen. Und es gibt noch Wählerinnen und Wähler, die gerne wieder eine wirkliche Wahl hätten. Es sind keine unverbesserlichen Träumer, sondern Menschen, die in einer gerechten und freiheitlichen Welt leben und nicht nur Produktionsfaktoren sein wollen. Sie werden sich nicht angewidert abwenden sondern in Parteien, Gewerkschaften, Kirchen und der Öffentlichkeit benennen, was da falsch läuft, die Gefolgschaft verweigern und einfordern werden wohin die Reise gehen soll. Denn sie sind das Volk, und sie werden sich ihre Ideale nicht wegnehmen lassen!
(9.8.08)
Zwei Sekunden
Der Mensch ist eine Sekunde der Erdgeschichte anwesend
und will die Welt beherrschen, statt in ihr zu leben.
Er ist auf dem Wege, seine Welt und sich selbst zu zerstören,
bevor er noch begonnen hat, sie wirklich zu verstehen.
Doch er wird das Leben dieser Erde nicht zerstören können,
sondern nur die zweite Sekunde seiner eigenen Existenz.
Atomkraft? Ja bitte!
Vertrauen Sie unserer Bundeskanzlerin. Wählen Sie CDU/CSU,
dann wählen Sie auch die Atomkraft-Lobby.
Steigen Sie ein in den Zukunftsflieger der UNION.
Sie haben zwar noch keinen Landeplatz, doch die Kanzlerin wird's schon richten.
Sie tut das in Verantwortung für ihre Kinder, denn sie hat ja keine.
Wer die UNION wählt,
der wählt Atomkraftwerke.
Wir stehen dann zwar vor einem Abgrund,
mit der Kanzlerin aber machen wir einen wichtigen Schritt vorwärts!
Kuscheln zum Abschied
Da kuschelt der Papst schon wieder mit Georg Bush zum Abschied. Was will er der Welt damit nur sagen? Gut, dass wenigsten die obersten Richter in den USA jetzt mit ihrem Guantánamo-Urteil den Menschenrechten wieder auf die Füße geholfen haben.
Der Dalai Lama und die SPD
„Berlin. Der SPD-Vorsitzende Kurt Beck ist verärgert über das geplante Treffen von Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek- Zeul mit dem Dalai Lama. "Keiner von uns hat gewusst, dass Heidemarie Wieczorek-Zeul den Dalai Lama treffen wollte", sagte Beck nach einem Bericht der Welt am Sonntag dem Kieler SPD-Landesvorsitzenden Ralf Stegner und dessen Ehefrau am Freitag während eines Bummels durch die Lübecker Innenstadt.
Als er von dem Gesprächstermin der Ministerin mit dem religiösen Oberhaupt der Tibeter erfahren habe, "war der Scheiß ja nicht mehr rückgängig zu machen", zitiert das Blatt Beck…….“
So ist es heute in Frankfurter Rundschau zu lesen. Wenn man sich jetzt auf die Diktion des SPD-Vorsitzenden und des Ministerpräsidenten von Rheinlandpfalz einlassen würde, dann müsste man sich wahrscheinlich über die Wahl der Ausdrücke schämen müssen. Inhaltlich darf er sagen was er will. Wes Geistes Kind er ist, das erkennt man allerdings auch. Er hat offensichtlich keinen Respekt vor Menschen, die Menschenrechtsfragen höher einrangieren als parteitaktische Überlegungen. Man müsste an der SPD verzweifeln, gäbe es da nicht die Bundesministerin Wieczorek- Zeul. Mit diesem Auftritt hat Beck endgültig seine Unfähigkeit für das Kanzleramt nachgewiesen.
Verfolgung-Vertreibung-Völkermord
In diesen Tagen hielt die Bundeskanzlerin in Israel ihre große Rede in der Knesset. Sprach von deutscher Schuld und dem Lebensrecht Israels und vom Recht der Palästinenser.
Eben in diesen Tagen wird in Berlin das Museum für Vertreibung in Angriff genommen.
Wie lange will die Welt noch zuschauen, was in China - besser: im Land der Tibeter - dort mit dem tibetischen Volk geschieht?
Die politischen und wirtschaftlichen Machthaber dieser Welt haben nichts aus der Geschichte gelernt. Sie haben allerdings gelernt Kränze niederzulegen und Reden zu halten, in denen beschworen wird, dass so etwas nie wieder geschehen dürfe. Während nebenan genau dieses geschieht. Nicht nur in Tibet.
Über solches Verhalten, da empfinde ich eine aktuelle kollektive Scham - Frau Bundeskanzlerin.
Hier kann man vielleicht einen kleinen Beitrag leisten und die Aktion mit einem Klick unterstützen : Aufruf an die Machthaber in Peking!
Kater Karlo und die Medienfuzzis
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Gewissensfragen und "gewisse" Fragen
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Indien stellt billigstes Auto der Welt her: 1700 Euro!
Einen Fehler hat das ganze:
Das Vehikel hat noch einen alten Verbrennungsmotor, auch wenn er EURO-4-Norm erfüllt. Für einen Massenmarkt so etwas auf den Markt zu bringen und auch noch gut zu finden ist unverantwortlich.
Besser wäre es sicher gewesen, wenn man einen alternativen Antrieb zu diesem Preis vorgestellt hätte, z. B. Electro - verbunden mit einem flächigem Konzept für SolarStrom.
Jetzt werden auf den Massenmärkten erst einmal alle Fehler nachgeholt, die wir schon gemacht haben. Eine wirkliche Chance für die Automobilindustrie wird verpasst. Wie üblich!
Noch wäre es Zeit?
Lasst euch nicht ablenken .....
Jetzt hat er es scheinbar wieder geschafft:
Alle reden über Jugendkriminalität und Ausländer - keine/keiner fragt nach Hessens Problemen.
Geschickt zur entscheidenden Phase des hessischen Landtagswahlikampfes lenkt der amtierende MP Koch von seinen und damit Hessens Problemen ab. Statt für die hessische Politik der letzten 9 Jahre gerade zu stehen, versucht er wieder, die Aufmerksamkeit auf vermeintliche Sündenböcke zu lenken. Wieder einmal sollen die Ausländer dafür herhalten, dass in Hessen zum Beispiel schlechte Bildungspolitik gemacht wurde, kräftig am Sozialstaat gesägt wird und beim Flughafenausbau Frankfurt Versprechen gebrochen werden.
Aufregen daran würde mich eigentlich nur, wenn man ihm wieder auf den Leim ginge.
Woran ich mich auch schon mal dann und wann erinnere, wenn die Saubermänner auftreten!
Erhöhte Leukämierate bei Kindern durch AKW
An der Strahlendosis soll es nicht liegen, aber mit den Atomkraftwerken (AKW) hat es offensichtlich zu tun: Eine neue Studie des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) hat ergeben, dass das Leukämierisiko für kleine Kinder mit der räumlichen Nähe zu einem Atomkraftwerk steigt.
Der Bundestag hat sich in einer Aktuellen Stunde in seiner 133. Sitzung am 13. 12. 2007 mit diesem Thema befasst. Die dort zu hörenden Redebeiträge waren nicht gerade von der Verantwortung für die Gesundheit unserer Kinder getragen. Es wurden vielmehr wieder alte Positionen für und gegen Kernkraft ausgetauscht; das alte politische Spielchen, über das sich aufzuregen eigentlich kaum noch lohnt.
Die Ignoranz der PolitikerInnen zu diesem Thema erinnert an die schon immer geübte Praxis zum Beispiel in der Klimadebatte, in der viele selbst heute noch auf ihren "Vogel-Strauß-Positionen" verharren.
Für diejenigen aber, die sich für eine eigene Meinung zur Studie des Bundesamtes für Strahlenschutz näher informieren wollen, habe ich den folgenden Link zur Studie:
Epidemiologische Studie zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken (KIKK-Studie)
Die Debatte im Deutschen Bundestag kann man im Protokoll nachlesen oder auch im Archiv des Parlamentsfernsehens - Web-TV - nachsehen und -hören. Hier der Link zu den auch sonst sehr informativen Seiten des Deutschen Bundestages: www.bundestag.de
Wenn Sie zu diesem oder anderen Themen hier diskutieren wollen, dann ist dazu Gelegenheit unter
Freie Wähler wollen in den hessischen Landtag, aber eine Partei wollen sie nicht sein
Der Sandmann ist unterwegs, um den Wählerinnen und Wählern die bewährte Sandmischung in die Augen zu streuen. Sie sollen glauben, dass die „Freien Wähler“ besser seien als die bösen, bösen Parteien, dass die Freien Wähler bürgerorientierter die Sachprobleme angehen und überhaupt alles das nicht bei ihnen zu finden ist, was uns die Parteien mitunter so unsympathisch macht. Sie machen sich eben die so genannte Parteienverdrossenheit zum Programm als scheinbare Alternative.
Doch schaut man näher hin, dann wird man in den hessischen Rathäusern feststellen, dass die Freien Wähler genauso agieren wie die gescholtenen Parteien auch. Im Gegenteil: Sie sind oft unberechenbarer. Auch ihnen ist die Vokabel "Gemeinwohl" ein unbekanntes Fremdwort. Sie dienen in der Regel ihrer eigenen Klientel und damit auch wieder nur sich selbst.
Da zieht auch schon mal ein Bürgermeisterkandidat in den Wahlkampf, der sich als parteilos gibt, weil er von den Freien Wählern vorgeschlagen wurde. Und damit kommt er dann in der Regel auch gut an, obwohl viel schwerer auszumachen ist, wes Geistes Kind die so genannte Freie-Wähler-Politik eigentlich ist. Die wirklichen "Drahtzieher" bleiben da gerne im Dunkeln.
Aber wie ist das in der Politik?
Es kommt nicht darauf an was wirklich ist, sondern was die Leute "glauben" was ist!
Schießbefehl und Internierung
Schäuble fordert Schießbefehl und Internierung gegen Terrorverdächtige. Sieht man sich das im Kontext seiner bisherigen Aktivitäten an, dann kann man das nur als Satiere empfinden, und nur so kann man darauf antworten:
Im Bundesinnenministerium scheint ein noch unbekanntes Virus im Ministerzimmer sein Unwesen zu treiben. Wenn es von dort überspringt haben wir ein Problem. Man sollte jetzt ernsthaft über eine Stallpflicht nachdenken.
Vielleicht ist es aber auch die bisher unerkannte Rache des H5N1. Schäuble sollte unter strenger Beobachtung bleiben, er fängt jetzt an sich selbst gefährlich zu werden.
Die Wähler sind zum Jubeln da
Direktwahl des Bundespräsidenten. Ein Thema seit Horst Köhler es zu bedenken gab. Er scheint nichts Anderes gesagt zu haben.
Das kommt davon, dass sich die Öffentlichkeit mehr für Personen als für Politikinhalte interessiert. Das ist auch ein Stück weit medienverantwortet.
Köhler sprach aber auch davon, dass man darüber nachdenken müssen, ob auf der Bundesebene nun endlich auch die Möglichkeit für Volksbegehren und Volksentscheide eingeführt werden sollte. Artikel 20 GG sieht die grundsätzliche Möglichkeit schon seit 1949 vor. Er fügte hinzu, dass es ein europäisches Volksbegehren geben wird. Das Volk soll sich auch in der Sache einmischen können und zumindest durch Volksbegehren ein Initiativrecht erhalten. Das bedeutet mehr unmittelbare Demokratie.
Es wird wohl aber wieder einige Jahre dauern, bis dass die Journalistengemeinde und die geneigte Öffentlichkeit zur Kenntnis nehmen wird, was Bundespräsident Köhler da eigentlich wollte. So wie erst jetzt wieder wirklich verstanden wurde was Altbundespräsident Herzog seinerzeit mit seiner "Ruckrede" meinte.
Übrigens scheint die CDU/CSU immer noch Angst vor dem Volk zu haben, denn sie stimmt im Bundestag immer tapfer dagegen. "Wir sind das Volk", scheinen die Abgeordneten zu rufen, denn das Volk sind ja nur WählerInnen, und denen ist sowieso nicht zu trauen! Hoch lebe die Abgeordneten-Demokratie, das sind ja unsere Besten. Hoch lebe die Abgeordneten-Aristokratie!
Gerade jetzt wo wir dabei sind das Volk durchzuüberwachen würde das Volk da "unmittelbar" nur stören, und Schäuble hat es ja ganz besonders eilig. Dann will ich mich mal aufs Jubeln beschränken. Wo sind die Fähnchen? Bitte mit meiner neuen ID*, damit man mich auch registriert. Eine neue Zeit bricht an, und ich gehe mich jetzt mal übergeben.
*(11-stellige Identifikationsnummer ab 1.7.07 für jeden im Lande zur optimierten Überwachung)
Abgetaucht in Deutschland
Während man sich bei den deutschen Parteien darüber streitet, wem denn die Lufthoheit für die sozialen Fragen in Deutschland zustehe, wird einer Gruppe von rund 1 Million Menschen in Deutschland die Menschenwürde verweigert; sie werden schlichtweg ignoriert.
Lesen und schauen Sie hier bei nach bei Phoenix! Falls Sie den Sendetermin verpasst haben, vielleicht wird es ja einen Video-Stream geben. Ich beginne mich mal wieder für mein Land zu schämen.
Tornado-Einsatz gegen Gipfelgegner
Zur Absicherung des G8-Gipfels in Heiligendamm haben Tornado-Aufklärungsflugzeuge der Bundeswehr das angrenzende Gelände überflogen und Luftaufnahmen gemacht. Dabei wurden auch Demonstranten fotografiert.
1968 wurde der streng eingegrenzte Einsatz der Streitkräfte im Innern im Rahmen der sogenannten Notstandsgesetze eingeführt (man lese es nach - ich war dabei). Natürlich war der jetzige Tornado-Einsatz verfassungswidrig, insbesondere wenn man zur Auslegung des GG-Textes heute die 1968er Maßstäbe anlegt und den Entstehungshintergrund richtig beurteilt.
Doch jetzt wird offensichtlich wiederrum eine neue Notstandsgesetzgebung vorbereitet, die zunächsteinmal Feindbilder benötigt, und da kommen so ein paar Bürger, die ihre Meinung kundtun wollen, gerade recht. (Aber nein: Es sind ja die "schwarzen Blöcke", die gemeint sind, die anderen sollen doch "ruhig" demonstrieren. Das ist rhetorisch aber nicht ehrlich!)
Und BMI Schäuble steht jetzt an der Spitze der Bewegung. Man muss die Zeit der "großen" Koalition eben nützen, denn sonst bekommt man ja eine 2/3 Mehrheit im BTag und eine entsprechende Mehrheit im BRat ja nicht mehr hin.
Stattdessen einmal zu diskutieren, ob man den mündigen Staatsbürgern im Bund endlich die Möglichkeit des Volksbegehrens und des Volksentscheides einräumt, kommt da niemanden in den Sinn. So etwas hat man bereits 1949 bei der Formulierung des Artikel 20 GG angedacht und vorbereitet. Aber das könnte ja auch die "Volksbeglücker" in Berlin ein bisschen von ihren Sofas aufschrecken.
Ebenso hat man ja 1990 mit dem Beitritt nach Art. 23 GG auch eine Verfassungsdiskussion in Deutschland nach Art. 146 GG geschickt umgangen. Das ganze deutsche Volk sollte nach Art. 146 GG (so dachte man 1949) in freier Selbstbestimmung sich eine neue Verfassung geben, was ist daraus geworden? Aber gerade unsere Verfassung ist es ja, die - wie man jetzt sieht - bei den "Verantwortungsträgern" in Berlin gar nicht mehr so hoch im Kurs steht.
Aber nein! Man kennt sie noch - die Verfassung - , wenn es darum geht zu prüfen, ob einzubürgernde Ausländer auch so richtig "verfassungstreu" sind.
Missglückter Demonstrationsauftakt in Rostock
Phoenix berichtet am 2.6.07 live von der G8-Gipfel-Demo aus Rostock.
So sehr ich auch die Demonstration zum G8-Gipfel begrüße, damit auch Gegenpositionen zur aktuellen Globalisierungsszene hörbar werden, so sehr verurteile ich die Diktion der Demo-Leitung, wie sie von der Veranstaltungsbühne zu hören war. Da wurden Polizisten als Bullen bezeichnet, die sich gefälligst zurückziehen sollten. Hat man keinen unmittelbaren Draht zur Einsatzleitung der Polizei? Das wäre dann sehr unprofessionell.
Und während Vertreter der Interventionistischen Linken nicht gerade friedliche Parolen von sich gaben, schlugen am Rande des Platzes Flammen empor. Kurz darauf sieht man einen Wasserwerfer in Aktion. Ein Vertreter der Demo-Leitung fordert von der Bühne herunter auf, dies zu unterlassen. Es wäre sicher auch möglich gewesen, von dort aus zur Gewaltlosigkeit der Demo aufzurufen und sich von den Brandstiftern zu distanzieren.
Einen respektablen Redebeitrag konnte man nur von den Greenpeace-Vertretern hören.
Die etwas dümmlichen Klassenkampfparolen der Linken entwerteten das eigentlich ernste Anliegen der Großdemonstration. Krawalle und scharfmacherische Parolen sind ein schlechter Beitrag zur demokratischen Auseinandersetzung. Schade, dass diese Bilder aus dem Teil Deutschlands kommen, der 1989 gezeigt hatte, dass mit friedlichen Aktionen wirklich etwas bewegt werden kann. Hoffentlich wird das im Verlauf der nächsten Tage nicht so fortgesetzt. Wer vom Frieden redet, muss auch friedensfähig sein, sonst wird das Gegenteil bewirkt.
Die Diskussion um eine soziale Weltwirtschaftsordnung wird nach dem Gipfel weitergehen, auf zündelnde Steinewerfer und klassenkämpferische Linke kann man dabei gerne verzichten. Wenn man wirklich etwas bewirken will, dann braucht man die Mehrheit der Menschen, und die erreicht man mit Krawallmachern nicht.
Sicherheit geht vor Freiheit
BMI Schäuble treibt es mit der Sicherheit für den G8-Gipfel auf die Spitze. 8 km Bannmeile um den innerdeutschen "Sicherheitszaun", Sicherheits-Vorbeuge-Haft, heimliche Computerausspähung und, und, und .....
Ich würde mich nicht wundern, wenn eines Tages Herr Schäuble aus Sicherheitsgründen den Straßenverkehr stilllegen würde, weil es auch dort immer mal wieder zu Unfällen kommt. Dann könnte er alleine bei größter Sicherheit unterwegs sein. Nach dem Ausgangsverbot für die Bürger kommt dann auch noch später das Denkverbot. Es ist natürlich viel sicherer, wenn man erst gar nichts Ruhestörendes denkt.
Übrigens:
Der Letzte macht dann das Licht aus! Macht nichts, Herr Schäuble steht schon jetzt im Dunklen.
Ausländer spielen im Hundekot
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Ein ganz normaler Sonntag? (8.10.06)