Edersee ade!

 

Mein Sohn Horst packt mächtig an beim Abriggen und fährt anschließend den Trailer zum Kran. Die Stegkameraden Horst und Alexander vom Stein schleppen Little Wonder mit ihrer Sprinta70 unter Segeln zum Kran. Danach sind wir bei Gisela eingeladen; wahrlich: ein echt fürstlicher Urlaubsauftakt. Anschließend bringe ich meinen Junior nach hause, er will erst mal richtig ausschlafen, dann denkt er an Südfrankreich und seinen Taucherurlaub.

 

Zurück am Edersee nehme ich Little Wonder in den Schlepp meines kleinen Diesels, und los geht der große Trail nach Norden – Wind und Wellen entgegen. Nach wenigen Kilometern sagt mir mein mittlerweile geschärfter Probleminstinkt, den man als Eigner eines nun schon ca. 40 Jahre alten Schiffchens entwickelt hat, dass die Bremsen am Trailer hängen, und so ist es. Das Problem ist schnell gelöst, hoffentlich! Es folgt eine lange Nacht auf der Autobahn mit viel Regen und Böen. Vor Flensburg um 2.30 Uhr: schwerer Unfall auf der Autobahn. Zwei Lkw liegen auf dem Mittelstreifen, gespenstisch blitzen die blauen Blinklichter der Polizei- und Feuerwehrfahrzeuge, ein Pkw liegt rechts an der Böschung, Menschen stehen verstört umher. Ich fahre mit gemischten Gefühlen vorbei. Vielleicht eine halbe Stunde vorher, und ich wäre mitten drin gewesen. So lange dauerte meine Pause, die ich vor einer Stunde eingelegt hatte – Zufall?

 

3.30 Uhr: endlich bin ich im Hafen von Glücksburg, den ich aber gegen 8.30 Uhr wieder verlasse. Eine Baustelle und schlechte Verhältnisse zum Slippen des Schiffs haben zum neuen Ziel Arnis an der Schlei entschieden. Ein netter Hafenmeister empfängt mich, er wohnt im Sommer noch immer auf seinem Boot, wie vor 4 Jahren, als ich mit Irene und Little Wonder hier war.

 

Vorbereitungsarbeiten an Bord, ein Spaziergang nach Arnis beenden den Tag. Tiefer Schlaf, aber um 5.00 Uhr stehe ich unter der Dusche. Heute wird Little Wonder ins Ostseewasser gesetzt: die See ruft!

 

Nächstes Kapitel.

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Wie die Welt aussieht hängt von der Perspektive ab, aus der heraus man sie betrachtet. © Gerhard Falk