Wind, Regen und ein Barometer

Regen und Wind verlangen nach einem weiteren Hafentag in Maasholm. Auch nicht schlimm. Schon wieder bricht der Basteltrieb bei mir aus. Zuerst wird ein Lifebelt erworben und dann im Cockpit zwei Püttings installiert, in die die Sorgleine bei Bedarf eingepiekt wird. Nun ja, auch die Kajüte wird im Zeichen der Sicherheit um eine weitere Zierde bereichert. Es strahlt seit dem in poliertem Messing ein Barometer neben der Laterne, das mir hoffentlich bald gutes Wetter anzeigen wird. Vor dem abendlichen Stegetreten, wie man den Spaziergang im Hafen zur Besichtigung der Schiffe und Besatzungen auch nennt, rinnt noch ein Bierchen durch meine Kehle, und auch eine Mütze voll Schlaf trägt zum Feriengenuss bei. Hier im Maasholmer Hafen gibt es viel zu schauen. Interessante Leute mit teilweise lustigen Schiffen.

Es ist Nacht geworden in Maasholm. Der Wind heult mit 6 Bf. über den Hafen und rüttelt an den Masten. In meiner Kajüte ist es gemütlich und warm. Ich denke an die Zeit vor – auf den Tag genau – einem Jahr, als ich mit Holger und Horst auch hier im Hafen lag und unser Urlaub auf der gecharterten Spinta70 unmittelbar vor seinem Ende stand. Was hat sich seit dem alles geändert. Holger hat seine Schule abgeschlossen, ebenso Horst und für beide beginnt ein neuer Lebensabschnitt mit vielen Veränderungen. Ich bin glücklich, dass beide so gerade Burschen geworden sind. Mit diesen Gedanken gehe ich in meine Koje und schlafe einem neuen Tag entgegen.

Nächstes Kapitel.

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Wie die Welt aussieht hängt von der Perspektive ab, aus der heraus man sie betrachtet. © Gerhard Falk