Bornholm

 

 

Gestern war ich wieder auf See. Bornholm, mein Traumziel. Mit der Fähre „Rügen“ ist Rönne in 3 ½ Stunden zu erreichen. Ein typisch dänischer Ort mit einer herrlichen Kirche und einem niedlichen kleinen Yachthafen innerhalb der insgesamt großen Hafenanlage. Herrlicher Sonnenschein den ganzen Tag. Auf der Hinfahrt liege ich eingemummt auf dem Sonnendeck, denn der Wind ist noch beißend kalt. Mit 20,5 Knoten donnern wir über die Ostsee. 5 – 6 Bf. Windstärke in Böen bis 8 Bf. stören die Fähre wenig, doch zwei Halberg-Rassies 36 kämpfen, um die Segel runter zu bekommen.

Ich wäre in das weitläufige Hafenbecken eingesegelt, dort ist das ohne Seegang ein Klacks, aber ich bin halt auf der Fähre und sehe dem Geschehen von hoch oben nur zu. Ein Spaziergang durch Rönne zeigt mir einen kleinen Vorgeschmack, was die Insel noch zu bieten hätte, müsste ich nicht um 17.00 Uhr wieder an Bord sein.

Pünktlich um ½ 5 verabschiedet sich auch die Sonne und überlässt das Feld einer grauen geschlossenen Wolkendecke und dem nach wie vor stürmischen Wind. 

 

 

Tags zuvor war ich per Auto beim Königstuhl. Viel Kreide, viel Menschen, schöne Weitsicht und die Klippen hinab zum Strand. Wer die in grauer Vorzeit erklomm wurde zum König gekrönt, sagt die Informationstafel. Ich habe keine Lust König von Rügen zu werden und fahre weiter nach Lohme.

Ein kleiner Hafen, aber nur 50 cm tief. Ideal für einen Ausbau mit Blick auf Kap Arkona.

 

Herrlicher Sonnenunter-gang. Mit einem alten Fischer spreche ich über seine 35 Jahre, die er hier zur See gefahren ist. Er hält viel von einem Seglerhafen, doch die „Holzköppe“ von der Gemeinde meinen, dass sie dafür kein Geld hätten. Dabei könnten sie es hier verdienen, meint der Alte mit durchaus modernen Ansichten. Sein verschmitztes Grinsen verrät seine Verschlagenheit und seinen Sinn fürs Reale.

 

Nächstes Kapitel.

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Wie die Welt aussieht hängt von der Perspektive ab, aus der heraus man sie betrachtet. © Gerhard Falk